{"id":398,"date":"2020-04-28T17:23:42","date_gmt":"2020-04-28T17:23:42","guid":{"rendered":"https:\/\/faulensee.pep-up.ch\/?p=398"},"modified":"2021-04-29T10:45:46","modified_gmt":"2021-04-29T10:45:46","slug":"faulensees-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/faulensee.ch\/index.php\/2020\/04\/28\/faulensees-geschichte\/","title":{"rendered":"Faulensee\u2019s Geschichte"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"398\" class=\"elementor elementor-398\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-447a1d7d elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"447a1d7d\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-658d138\" data-id=\"658d138\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-43023317 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"43023317\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Die H\u00f6hensiedlung auf der B\u00fcrg<\/h3>\n\n<p>Zu den wichtigsten H\u00f6henfestungen des Kantons Bern geh\u00f6rt die B\u00fcrg zwischen Spiez und Faulensee. Nach den Ausgrabungsergebnissen von der Jungsteinzeit kam man zum Schluss, dass die Festung den Aareweg nach dem Oberland beherrschte. Dies schreibt Otto Tschumi im Buch \u201eUrgeschichte des Kantons Bern\u201c unter dem Kapitel \u201eDie Jungsteinzeit\u201c (Neolithikum).<\/p>\n\n<p>Auf der B\u00fcrg war also eine Siedlung entstanden, deren Bewohner Bauern waren. Warum wurde gerade die B\u00fcrg als Siedlungsort gew\u00e4hlt?<\/p>\n\n<p>Das Seeklima machte sich bemerkbar.<br \/>Die H\u00f6henlage bot Schutz f\u00fcr diese Siedlung.<\/p>\n\n<p>Die H\u00fctten der Bewohner d\u00fcrften Pfosten oder Blockh\u00e4user gewesen sein. Daf\u00fcr sprechen die Funde.<\/p>\n\n<p>Was machten die Menschen?<br \/>Sie z\u00e4hmten das Vieh. sie waren auch J\u00e4ger. Aus R\u00f6hrenknochen festigten sie Waffen und Ger\u00e4te an, z.B. Dolche, Ahlen, Nadeln und andere Werkzeuge. Die jagbaren Tiere in dieser Zeit waren neben dem B\u00e4r, Wolf, Luchs und Wildkatze das Wildschwein und der Hirsch. Auf der B\u00fcrg fand man vorwiegend Knochen von Hirschen und Wildschweinen.<\/p>\n\n<p>In flachen Einb\u00e4umen fuhren unsere B\u00fcrgbewohner auch auf den See um zu fischen. Der Fischreichtum des Sees wurde schon in fr\u00fchesten \u00dcberlieferungen erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n<p>Wie sieht die Bronzezeit auf der B\u00fcrg aus?<br \/>Allgemein ist bekannt, dass das Klima w\u00e4rmer geworden war. Buche und Weisstanne kamen in den tieferen Lagen zur Vorherrschaft. Unsere B\u00fcrgbewohner, den Urkelten zugerechnet, fallen immer noch unter den Begriff der \u201ePfahlbauer\u201c. Ein seltener Fund dieser Zeit ist ein geschnitztes Pferdegebiss aus Knochen, das auf die Einf\u00fchrung der Pferdehaltung hinweist. Solche Knebeltrensen kommen nach O.Tschumi in den Pfahlbauten \u00f6fters vor und geh\u00f6ren teilweise schon der Urnenfelderzeit an, welche den \u00dcbergang zur Eisenzeit bildet.<\/p>\n\n<p>Wo bestatteten die Bewohner der H\u00f6hensiedlung ihre Toten?<br \/>Interessanterweise konnten auf der B\u00fcrg keine Gr\u00e4ber gefunden werden. Anl\u00e4sslich einer Begehung mit Herrn Sarbach (er war massgeblich an den Ausgrabungen der B\u00fcrg beteiligt ) entnehmen wir, dass die Toten dort bestattet wurden, wo sich der heutige Friedhof von Faulensee befindet.<\/p>\n\n<p>1976 wurde vom Verfasser dieses Berichts auf der Brunnialp auf 1635 m.\u00fc.M. ein Steinbeil aus Serpentin gefunden. Dieses Beil wurde sicher nicht nur zum F\u00e4llen von B\u00e4umen, sondern auch zum S\u00e4ubern von Alpweiden gebraucht. Damit liessen sich Stauden und Grotzen entfernen. Steinwerkzeuge wurden bis in die Bronzezeit hinein gebraucht. Erstens waren sie billiger (im Tauschhandel), und zweitens taten sie ihren Dienst auch. Dieses Beil ist in der Gr\u00f6sse und Form fast wie die Funde von Steinbeilen auf der B\u00fcrg.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00a0<\/h3>\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2aee110 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2aee110\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>2. Die Kolumban-Kirche in Faulensee<\/h3>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4f87b6e elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"4f87b6e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"512\" height=\"369\" src=\"https:\/\/faulensee.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/st-kolumban.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-399\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/faulensee.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/st-kolumban.jpg 512w, https:\/\/faulensee.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/st-kolumban-300x216.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e1866ef elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"e1866ef\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Das Kolumban -Kirchlein war einst dem Andenken des heiligen Kolumban geweiht, der als ihr Schutzpatron galt. Lange vor der Reformation soll es ein vielbesuchter Wallfahrtsort gewesen sein. Schon 1453 wurde in einem Protokoll des Visitationsberichtes des Bischofs von Lausanne erw\u00e4hnt, dass das Kirchlein dem Zerfall entgegengehe. Trotzdem blieb das Mauerwerk noch bis ins 19.Jahrhundert als malerische Ruine erhalten.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Wer war dieser heilige Kolumban, dem das Kirchlein in Faulensee geweiht war? Kolumban war der v\u00e4terliche Weggenosse des heiligen Gallus, der mit ihm zusammen in den Jahren 610-612 den heidnischen Alemannen, Kelten und Romanen im heutigen Gebiet der Schweiz das Christentum gebracht hat.Nichts hindert anzunehmen, dass Kolumban auch in das Gebiet des Thunersees gekommen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Das Kirchlein in Faulensee stammte vermutlich aus der Fr\u00fchzeit der Christianisierung unseres Landes. Es d\u00fcrfte aus dem Anfang des 7.Jahrhunderts stammen. Auch die Gr\u00fcndungen der benachbarten Kirchen von Spiez, Einigen, Leissigen und Scherzligen d\u00fcrften in diese fr\u00fchmittelalterliche Zeit zur\u00fcckgehen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Die H\u00f6hensiedlung auf der B\u00fcrg Zu den wichtigsten H\u00f6henfestungen des Kantons Bern geh\u00f6rt die B\u00fcrg zwischen Spiez und Faulensee. Nach den Ausgrabungsergebnissen von der Jungsteinzeit kam man zum Schluss, dass die Festung den Aareweg nach dem Oberland beherrschte. Dies schreibt Otto Tschumi im Buch \u201eUrgeschichte des Kantons Bern\u201c unter dem Kapitel \u201eDie Jungsteinzeit\u201c (Neolithikum). 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